Freundeskreis Lebendiger Geschichte
Großerzogliches badisches Militär von 1800-1816
Nassau-Usingische leichte Infanterie 1806 bis 1815
Meine Darstellung entspringt dem Bataillon Leib-Grenadier-Garde, Großherzogtum Baden 1806-1815.
Das Bataillon Großherzoglich Badische Leib Grenadier Garde diente als Wachbataillon am Großherzoglichen Schloss in Karlsruhe.

Im Bild links, siehst Du mich mit Feld- bzw. Lagerhose im Biwak 2014 in Montmirail, Frankreich.

Diese Uniform ist eine originalgetreue Nachbildung eines Grenadiers der badischen Leib-Grenadier-Garde.

Schwerpunkt: Bedeutung und Entwicklung militärischer Hornsignale bei der leichten Infanterie
Das kleine Herzogtum Nassau-Usingen mußte als Mitglied im Rheinbund 2 Regimenter leichte Infanterie und 1 Rgt Cheveaux-légère stellen. Nassau-Usingische Regimenter mußten an den französischen Feldzügen gegen Preußen 1806 und Österreich 1809 teilnehmen. Jena, Stralsund, Rügen waren Einsatzorte im Feldzug gegen Preußen. Eine in der französischen Armee hohe Reputation erhielten die nassauischen Regimenter im unseligen Spanienfeldzug 1808 bis 1812, wo sie durch ihre Disziplin, Standhaftigkeit und Unerschrockenheit aber auch Fairness auffielen. Die Verluste waren enorm hoch. Ende 1813 wechselte das Herzogtum auf die Seite der Alliierten, um nicht unter den Siegermächten aufgeteilt zu werden. So mußten dann die beiden leichten nassauischen Inf.Rgt. im Waterloo Feldzug in der hannoveranisch-braunschweig-lüneburgisch-holländisch-englischen Armee kämpfen. Wellington verteilte in Waterloo die nassauischen Einheiten an alle Brennpunkte der Schlacht. Somit zählt die kleine Armee von Nassau-Usingen zu den vielen in Geschichtsbüchern unerwähnten Kleinstaaten, die in den napoleonischen Feldzügen teilweise eine nicht unbedeutende Rolle spielten. Durch meine Darstellung möchte ich auch daran erinnern, daß sich Geschichte nicht nur zwischen den damaligen Großmächten abspielte sondern viele deutsche Kleinstaaten betraf.